Validation nach Naomi Feil® beginnt mit einer inneren Haltung: Ich erkläre mein Gegenüber für gültig. Das bedeutet, ich nehme den Menschen mit Demenz ernst und versuche, ein Stück des Weges in seinen Schuhen mitzugehen.
Die Kunst der Validation liegt darin, Menschen in ihrer eigenen Welt zu erreichen und wertfrei mit ihnen in Verbindung zu kommen. Nach einer einfühlsamen Einschätzung des Verhaltens werden einfache, praktische Techniken angewendet, die sowohl verbal als auch nonverbal Verbindung ermöglichen. Gelingt dies, kann Würde wieder erlebbar werden.
Menschen mit Demenz verfügen oft über ein feines Gespür für Stimmungen und Gefühle. Sie sind empfänglich für Berührungen, zeigen Wärme, Spontaneität und Lebensfreude. Gerade zu Beginn der Erkrankung können sie körperlich noch sehr agil sein, ihre Gefühle offen ausdrücken und soziale Kontakte auf ihre ganz eigene Weise gestalten. Sie haben bedürfnisse wie alle Menschen und mögen gerne:

Kein Mensch mit Demenz ist nur dement. Er ist zugleich lustig, traurig, humorvoll, nüchtern, kreativ, fürsorglich, sinnlich, begeistert – und vieles mehr. Menschen mit Demenz können uns lehren, das Leben intensiver wahrzunehmen.
Um Menschen mit Demenz gut begleiten zu können, ist es wichtig zu wissen, dass sie oft früh die Fähigkeit verlieren, Alltagsaktivitäten zu planen und durchzuführen. Ohne Unterstützung kommen sie im Alltag zunehmend schwer zurecht, sind weniger belastbar und verlieren komplexe Handlungsabläufe aus dem Blick.
Diese Veränderungen entwickeln sich häufig schleichend und werden lange kaschiert. Diese Fassade dient dem Selbstschutz. Anstatt auf Defizite hinzuweisen, hilft es, die Würde der Betroffenen zu bewahren und sie vor Beschämung zu schützen. Gelingt dies, zeigen Menschen mit Demenz ihr Wohlbefinden und ihre Dankbarkeit oft auf tief berührende und kreative Weise.
